Glückliche Kinder Seit 1971

 „Für jedes Kind ab drei Jahren ist ein Kindergartenplatz gesetzlich vorgesehen“ – eine Utopie im Jahre 1971! Kindergartenplätze waren so rar, dass Kinder auf der Warteliste der Kindergärten in Oldenburg kaum die Chance hatten, einen Kindergartenplatz zu bekommen.

 

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) diskutierten damals interessierte Eltern die Möglichkeit, einen Kindergarten in Eigeninitiative zu gründen. In der damaligen Situation entwickelten sich drei inhaltliche Schwerpunkte für die sozialpädagogische Arbeit: die Trägerschaft, die Unterbringung und das pädagogische Konzept.

 

Um diese Inhalte konkret voranzubringen, wurden drei Arbeitsgruppen gebildet, die folgende Ergebnisse erarbeiteten: Träger wurde ein eingetragener Verein, der als Rechtsperson Zuschüsse u. a. von der Stadt Oldenburg erhalten konnte. Die Unterbringung erfolgte zunächst in einem zum Abbruch bestimmten Haus in der Bismarckstraße, das ein Maklerbüro kostenlos zur Verfügung stellte und das von den Eltern kindergartengemäß hergerichtet wurde. Eine wichtige Zielvorstellung bestand in der Alternative zur herkömmlichen Kleinkinderziehung. Kinder sollten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten frei entwickeln und demokratische Verhaltensweisen einüben können. Das pädagogische Konzept sah vor, dass neben einer hauptberuflichen Erzieherin im wöchentlichen Wechsel Eltern im Kindergarten mitarbeiteten. Allwöchentlich versammelten sich die Eltern, um Erziehungsziele und auftretende Probleme zu diskutieren.

 

Nach diesem gelungenen Auftakt gründeten sich weitere Gruppen, die sich dem „Eltern-Selbst-Hilfe-Verein“ anschlossen. Die Gruppe, die den Anfang gemacht hatte, konnte nach dem Abriss des Hauses in der Bismarckstraße ein Gebäude in der Wienstraße beziehen. Das auch unter stadthistorischen Aspekten bedeutsame Haus konnte durch Mithilfe der Eltern saniert und als Baudenkmal erhalten werden und beherbergt noch heute den Kindergarten. Bis heute stellt die kontinuierliche Zusammenarbeit von Eltern und Team für die pädagogische Arbeit eine wichtige Voraussetzung dar, wobei dem Personal inzwischen mehr fachliche Eigenständigkeit zugestanden wird. Während damals der gesellschaftspolitische Aspekt von größerer Bedeutung war, schätzen Eltern heute die Möglichkeit, ihr Kind aktiv zu begleiten und auf Inhalte und Formen der pädagogischen Arbeit Einfluss zu nehmen.

 

Heute sind dem Verein vier Kindergärten angeschlossen. Oberste Instanz ist der gemeinsame Vorstand, zusammengesetzt aus Eltern der einzelnen Kindergärten. Ideen und Absprachen des Vorstands werden den Amtsträgern der einzelnen Kindergärten mitgeteilt, die dann in Kooperation mit Angestellten und Eltern Entscheidungen treffen. Amtsträger sind beispielsweise Kassen- und Personalwarte und Elterngruppensprecher.

 

Unser Verein ist dauerhaft dem DPWV angeschlossen. Wir arbeiten nach den Richtlinien des niedersächsischen Kindertagesstättengesetzes. Positive Voraussetzung für die Arbeit des Kindergartens ist die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt Oldenburg, dem Elternverein, dem DPWV sowie Eltern und ErzieherInnen.

 

Seit 2016 profitieren wir endlich von unserer Eigenleistung als Eltern. Unsere Kindergärten erhalten prinzipiell die gleiche finanzielle Ausstattung wie alle anderen Kindergärten in in Oldenburg durch die Stadt Oldenburg. Dadurch, dass wir die Verwaltung und viele weitere Arbeiten praktisch Ehrenamtlich lösen, haben wir Mittel für das besondere EXTRA für unsere Kinder. Und natürlich bringen die Eltern selbst immer wieder kreative, eigene Beiträge in die Betreuungsleistung ein.

mitmachen und gestalten

kostet nichts und macht Spaß!

Das Elternselbsthilfe-Konzept lebt vom aktiven Engagement der "großen Kinder". Da ist für jeden eine passende Aufgabe dabei!

Arbeit die Freude und Sinn macht

Erfahrene Erzieher/innen, Azubis,  Praktikanten/innen...für alle Erfahrungsstufen bieten wir spannende Entwicklungsmöglichkeiten in kleinen selbstbestimmten Teams.